| Unsachgemässe Waffenkontrollen | ||
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23.7.2009 10:09
Unsachgemässe Waffenkontrollen Hallo Zame Eben habe ich untenstehende Nachricht per Email bekommen. Mit dem Einverständnis des Autoren veröffentliche ich diese an dieser Stelle, weil ich denke, dass sie von allgemeinem Interesse ist. Sauerei, meiner Meinung nach! Was denkt ihr dazu? ------------ Beginn der Originalnachricht ------------------ Leserbrief: HS oder: Was muss noch alles passieren? Am Montag 20. Juli besuchte ich als Pistolen-Einzelschütze das KSF Fribourg. Bei der Waffenkontrolle musste ich etwas warten, da zwei der Kontrolleure mit Gewehrschützen beschäftigt waren; der dritte stand herum und schaute mir zu, wie ich meine Sportpistole selber kontrollierte; der Abzug hielt wie immer, ich bat ihn, einen Kleber darauf zu machen. Das könne er nicht, das mache der Andere. Aha, OK. Der Andere, das war Hans Simonet, aber das wusste ich nicht, ich hatte den Herrn ja noch nicht kennen gelernt. Herr Simonet schnappte sich meine Pardini, riss drei Mal wie ein Spastiker das Gewicht empor, so dass der Abzug gar nicht halten konnte. Danach - anstatt sie mir zu übergeben - begab er sich damit in Richtung Werkbank. Obwohl ich ihm mehrmals laut und deutlich sagte, das Sportgerät sei mein Eigentum, er solle auf keinen Fall daran manipulieren, tat er dies trotzdem und nahm dann die erneute Kontrolle vor: der Abzug hielt natürlich. Er hatte es um ca. 140 Gramm verstellt, wie ich abends zu Hause feststellte. Nun schaute ich auf das Namenstäfeli auf seiner Brust, und es wurde mir klar, mit wem ich es zu tun hatte. Ich blieb also ruhig und fragte ihn, was genau er gemacht habe. Antwort: das was nötig war. Nochmals bat ich ihn im anständigen Ton, er solle mir sagen, ob er am Vorzug, am Abzugswiderstand, am Übergriff geschraubt habe. Ich hätte das Recht, dies zu erfahren, denn er habe an meinem Sportgerät ohne meine Einwilligung etwas verstellt. Seine Antwort: "Das sage ich dir nicht, du willst den Abzug nur wieder verstellen, du bist einer von denen, die ihre Schiesskameraden betrügen". Die Voraussetzungen für eine Privatklage wegen Persönlichkeitsverletzung gemäss Art. 28 ff. ZGB dürfte Monsieur Simonet damit wohl bereits geschaffen haben. Aber damit nicht genug: als ich ihm sagte, sein Verhalten sei inakzeptabel und werde ein Nachspiel haben, drohte er mir, ich wisse gar nicht, mit welchen "Kompetenzen" er ausgestattet sei. Ich antwortete ihm, er benähme sich ziemlich unprofessionell in aller Öffentlichkeit; da verlor der feine Herr vollends die Fassung und schrie, ich solle "abhauen, verschwinden, raus hier" und ähnliches. Nach meiner Erwiderung, ich würde dann gehen, wenn ich alles verstaut hätte und es mir passen würde, drohte er mir, er werde mich "eigenhändig rauswerfen", kam hinter dem Tresen hervor und auf stapfte mich zu, so dass ich ihn im relativ ernsten Ton ermahnen musste, doch noch ein wenig nachzudenken und vor allem mich nicht anzufassen; meine Worte erreichten seinen Denkapparat offenbar, er schaffte die intellektuelle Herausforderung gerade noch, drehte ab, begab sich wieder hinter den Tresen, wo er einige Male wie verwirrt hin und her lief und "Schafseckel" sagte. Da ich davon ausging, dieser Ausdruck sei nicht auf mich gemünzt, sondern stelle im Sinne der Selbsterkenntnis den berühmten ersten Schritt auf dem Weg zu Besserung dar, antwortete ich nicht darauf, sondern verliess das Zelt. Das war vorgestern. Am Nachmittag erfuhr ich von drei weiteren Sportskameraden, dass ihnen am Morgen Ähnliches widerfahren war. Gestern und heute habe ich über diesen Monsieur Dinge erfahren, die ich bisher in einem Sportsverband in unseren Breitengraden für undenkbar hielt. Mein kleines Intermezzo mit HS wird dadurch zwar relativiert, doch es stellt sich ernsthaft die Frage, wie lange und warum ein solches Verhalten "von oben" geduldet wird. Wenn solche Leute von unseren Schiessbüchlein bezahlt werden, vergeht einem die Lust, an Schützenfesten teilzunehmen. Muss wirklich zuerst etwas passieren? Mir jedenfalls ist es unwohl beim Gedanken, diesem Mann mit der von ihm offenbarten Persönlichkeitsstruktur und einem solchen Mangel an Selbstkontrolle im Umfeld von Schiessanlässen wieder zu begegnen und ich werde in Zukunft alle meiden, an denen HS in irgend einer Form beteiligt ist. Silvio Moretto Präsident PS Hettlingen-Seuzach Chef 25m MSV Schaffhausen |
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