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Unsachgemässe Waffenkontrollen
Hallo Zame

Eben habe ich untenstehende Nachricht per Email bekommen.
Mit dem Einverständnis des Autoren veröffentliche ich diese an dieser Stelle, weil ich denke, dass sie von allgemeinem Interesse ist.

Sauerei, meiner Meinung nach!
Was denkt ihr dazu?

------------ Beginn der Originalnachricht ------------------

Leserbrief: HS oder: Was muss noch alles passieren?

Am Montag 20. Juli besuchte ich als Pistolen-Einzelschütze das KSF Fribourg. Bei der Waffenkontrolle musste ich etwas warten, da zwei der Kontrolleure mit Gewehrschützen beschäftigt waren; der dritte stand herum und schaute mir zu, wie ich meine Sportpistole selber kontrollierte; der Abzug hielt wie immer, ich bat ihn, einen Kleber darauf zu machen. Das könne er nicht, das mache der Andere. Aha, OK.
Der Andere, das war Hans Simonet, aber das wusste ich nicht, ich hatte den Herrn ja noch nicht kennen gelernt.
Herr Simonet schnappte sich meine Pardini, riss drei Mal wie ein Spastiker das Gewicht empor, so dass der Abzug gar nicht halten konnte. Danach - anstatt sie mir zu übergeben - begab er sich damit in Richtung Werkbank. Obwohl ich ihm mehrmals laut und deutlich sagte, das Sportgerät sei mein Eigentum, er solle auf keinen Fall daran manipulieren, tat er dies trotzdem und nahm dann die erneute Kontrolle vor: der Abzug hielt natürlich. Er hatte es um ca. 140 Gramm verstellt, wie ich abends zu Hause feststellte.
Nun schaute ich auf das Namenstäfeli auf seiner Brust, und es wurde mir klar, mit wem ich es zu tun hatte.
Ich blieb also ruhig und fragte ihn, was genau er gemacht habe. Antwort: das was nötig war. Nochmals bat ich ihn im anständigen Ton, er solle mir sagen, ob er am Vorzug, am Abzugswiderstand, am Übergriff geschraubt habe. Ich hätte das Recht, dies zu erfahren, denn er habe an meinem Sportgerät ohne meine Einwilligung etwas verstellt. Seine Antwort: "Das sage ich dir nicht, du willst den Abzug nur wieder verstellen, du bist einer von denen, die ihre Schiesskameraden betrügen".
Die Voraussetzungen für eine Privatklage wegen Persönlichkeitsverletzung gemäss Art. 28 ff. ZGB dürfte Monsieur Simonet damit wohl bereits geschaffen haben.
Aber damit nicht genug: als ich ihm sagte, sein Verhalten sei inakzeptabel und werde ein Nachspiel haben, drohte er mir, ich wisse gar nicht, mit welchen "Kompetenzen" er ausgestattet sei. Ich antwortete ihm, er benähme sich ziemlich unprofessionell in aller Öffentlichkeit; da verlor der feine Herr vollends die Fassung und schrie, ich solle "abhauen, verschwinden, raus hier" und ähnliches. Nach meiner Erwiderung, ich würde dann gehen, wenn ich alles verstaut hätte und es mir passen würde, drohte er mir, er werde mich "eigenhändig rauswerfen", kam hinter dem Tresen hervor und auf stapfte mich zu, so dass ich ihn im relativ ernsten Ton ermahnen musste, doch noch ein wenig nachzudenken und vor allem mich nicht anzufassen; meine Worte erreichten seinen Denkapparat offenbar, er schaffte die intellektuelle Herausforderung gerade noch, drehte ab, begab sich wieder hinter den Tresen, wo er einige Male wie verwirrt hin und her lief und "Schafseckel" sagte. Da ich davon ausging, dieser Ausdruck sei nicht auf mich gemünzt, sondern stelle im Sinne der Selbsterkenntnis den berühmten ersten Schritt auf dem Weg zu Besserung dar, antwortete ich nicht darauf, sondern verliess das Zelt. Das war vorgestern.
Am Nachmittag erfuhr ich von drei weiteren Sportskameraden, dass ihnen am Morgen Ähnliches widerfahren war. Gestern und heute habe ich über diesen Monsieur Dinge erfahren, die ich bisher in einem Sportsverband in unseren Breitengraden für undenkbar hielt. Mein kleines Intermezzo mit HS wird dadurch zwar relativiert, doch es stellt sich ernsthaft die Frage, wie lange und warum ein solches Verhalten "von oben" geduldet wird.
Wenn solche Leute von unseren Schiessbüchlein bezahlt werden, vergeht einem die Lust, an Schützenfesten teilzunehmen. Muss wirklich zuerst etwas passieren?
Mir jedenfalls ist es unwohl beim Gedanken, diesem Mann mit der von ihm offenbarten Persönlichkeitsstruktur und einem solchen Mangel an Selbstkontrolle im Umfeld von Schiessanlässen wieder zu begegnen und ich werde in Zukunft alle meiden, an denen HS in irgend einer Form beteiligt ist.

Silvio Moretto
Präsident PS Hettlingen-Seuzach
Chef 25m MSV Schaffhausen
23.7.2009 10:09
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
0
Tageslizenzen
Hallo Zame

Seit der Einführung der SSV-Lizenz wurde es unmöglich, potentielle Neumitglieder oder sporadisch schiessende Schützen, die in den meisten Fällen nicht lizenziert sind, an Verbandswettkämpfe mitzunehmen. Daher wurde aus der Ostschweiz der Antrag an den SSV gestellt, eine Tageslizenz einzuführen. Wie findet ihr das? Damit wäre es endlich wieder möglich, unlizenzierte Schützen zu Beispiel an ein Kantonalschützenfest mitzunehmen, so wie dies früher auch der Fall war.
Ich finde es höchste Zeit, etwas in diese Richtung einzuführen. Schade dass der SSV so lange gebraucht hat, dies zu merken. Schade und bezeichnend, dass diese Idee nicht aus dem SSV kommt, sondern über die Präsidentenkonverenz als Idee aus einem Kantonalverband kommt.
Ich bin der Meinung, dass man eine unbegrenzte Anzahl Tageslizenzen jedem Verein zusprechen sollte. Leider ziehlt der SSV darauf hin, dass nur eine begrenzte Anzahl Tageslizenzen pro Verein gelöst werden können. Grund dafür werden sicher befürchtete Mindereinnahmen über Lizenzgebühren sein!

Gruss

Mathias Casty
25.4.2009 08:03
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
1 unbedingt
10.6.2009 14:18
Marcel Bachmann (Cello76) männlich
Spitzenschützen bezahlen selber!?
Hallo Zame

Habt ihr vom neusten Furz unseres Verbandes gehört? Marcel Bürig, Andrea Brühlmann, Beat Müller und Silvia Guignard bezahlen ihre Reise an die Weltcups in Südkorea und China selber (vgl www.fst-ssv.ch). Gerade mal der Gönnerverein sponsert die vier Schüzen. Wie findet ihr das? Ich dachte immer, wir bezahlen den Sportrappen, damit der Verband seine Spitzenschützen finaziell unterstüzen kann. Ich glaube fast, dass dem Heute nicht mehr so ist. Wir bezahlen die Verbandsabgaben, damit die Funktionäre des SSV bezahlt werden können! Ich hätte die grösste Lust, nächste Saison ohne SSV-Lizenz zu schiessen! Schützen: boikotiert die Schützenfest wo man Verbandsabgaben bezahlt: Das Geld kommt nicht am richtigen Ort an!

Gruss

Mathias Casty
11.4.2009 21:13
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
0
Fehlende Kaderausbildung
Hallo Zame

Letzhin habe ich mich über den Ausbildungsweg eines Spitzenschützen informiert. Ich bin Juniorentrainer und die Aufstiegsmöglichkeiten sind für meine Schützlinge ein wichtiger Motivationsfaktor. Wenn ich die SSV-Weisungen richtig verstehe, beginnt die Ausbildung der Einsteiger in jedem Fall immer auf Stufe Verein. Dies ist auch richtig so!

Vom Kanton Bern und Zürich weiss ich, dass es kantonale Kader gibt. Über die Selektionskriterien dieser Stufe bin ich nicht im Bild, kann mir aber nicht vorstellen, dass die sehr streng ist. Interessierte Schützen absolvieren ein Sichtungsschiessen, welches vom Trainer des Kantonalkaders durchgeführt wird und müssen in jeden Fall soweit ausgebildet sein, dass sie ohne Schiesshilfe schiessen können. Nach meinen Informationen trainiert ein Kantonales Kader etwa zwischen 6 und 10 mal pro Saison und nimmt gemeinsam an einzelnen Wettkämpfen teil. Vom Züricher Kantonalkader weiss ich, dass ihr Saisonhöhepunkt jeweils die Teilnahme an der SM ist. Kennt ihr weitere Beispiele? Wie läuft das bei euch? 6 bis 10 Trainings pro Saison für Inputs sind gut, aber wer betreut die Kaderschützen im Rest des Trainings und wie sieht das aus?

Nach dem Kantonalkader gibt es die Regionenkader. Leider war in der Region Ost, in deren Einzugsgebiet ich meine Vereinskurse für Junioren durchführe, in letzter Zeit grosse Unstehtigkeiten aufgetreten. So trainierte die Region Ost im Winter 06/07aufgrund fehlender Trainer gemeinsam mit dem Zürcher Kantonalkader, in der Sommersaison 07 mussten sich die Schützen gar selber organisieren und erst Ende 2007 übernahm Fredi Mitterer das Training der Region Ost. Zu dem Zeitpunkt wurde die Region aber drastisch verkleinert. Bekanntlich wird im SSV das Moto "weniger Schützen um gleich viele Trainer bezahlen zu können" gross geschrieben! So konnten nicht alle Kaderschützen der alten Region Ost in's neue Regionenkader übertreten. Schade! Wie findet ihr das? Hattet ihr schon Kontakt mit einem Trainer eines Regionenkaders? Ich noch nie!

Leider besteht nicht nur auf Stufe Regionalkader grosse Unstimmigkeit. Wir im Thurgau haben zum Beispiel gar keine Kantonales Kader, mindestens bei den Pistolenschützen nicht! Der Weg in den Spitzensport ist daher steil und die gesammte Ausbildung bis auf Niveau Region ist Sache des Vereinstrainers, der dazu eigentlich nicht ausgebildet ist!

Die Folge der lückenhafte Kaderausbildung im mittleren Leistungssegment (Kantnal- und Regionalkader) ist eine falschen Selektion! Nicht die wirklich tallentierten Schützen kommen weiter, sondern im mittleren Leistungssegment kommen zuerst einmal jene Schützen weiter, die einen guten und initiativen Trainer haben, der sich für sie einsetzt! Diese sind bekanntlicherweise selten und daher sind auch die geförderten Nachwuchsschützen Mangelware. Wer will da noch Leistungsselektion betreiben! Wir sind an einem Punkt, wo wir auf jeder Stufe froh sein müssen, dass wir überhaupt Leute haben! Leider verkleinert gerade jetzt der SSV die Kader. Das ist doch Selbstverstümmelung! Wir wählen aus den wenig, die in den letzten Jahren gefördert wurden, noch nur die Besten aus! Klar wird das Leistungsnieveau der Kader dadurch kurzfristig besser. Langfristig steht diese Organisation aber vielen guten Schützen im Weg. Warum immer nur Symptome bekämpfen! Man muss etwas am Probem ändern, und dieses heisst fehlende Breite beim Nachwuchs! Oder was meint ihr dazu? Kennt ihr possitive Beispiele? Und wie findet ihr die im Moment betriebene Selektion auf den oberen Leistungsstufen?

Gruss

Mathias Casty
15.1.2009 10:00
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
0
Nachwuchsförderung
Hallo Zame
Ich bin seit ein paar Jahren Nachwuchstrainer bei den Pistolenschützen in Frauenfeld. Als J+S-Leiter führe ich regelmässig Nachwuchskurse durch. Diesen Winter habe ich mit einem Einsteigerkurs begonnen. Die Schützen und ich haben unseren Spass. Es ist echt erfeulich! Ich bin auf den kommenden Regiofinal und eventuell den Schweizer Jugendtag gespannt.
Weniger Freude bereitet mir die elend komplizierte Bürokratie um die J+S-Kurse: An die zur Anmeldung auszufüllenden elend langen Tabellen und unübersichtlichen Formular musste ich mich irgendwie gewöhnen. Das Anmelden und abrechnen bleibt auf jeden Fall mühsam.
Nun habe ich letzthin auf www.fst-ssv.ch unter der Rubrick Ausbildung gelesen, dass uns bald eine neues Hilfsmittel für die Kursanmeldung und Abrechnung zur Verfügung steht! Es handelt sich dabei offenbar um eine Datenbank, auf die das J+S-Amt direkt Zurgriff hat und die wir mit Hilfe eines Passwortes mit unseren Kursdaten füttern werden. Haken an der Sache: Das Passwort erhalten wir Kursleiter vom J+S-Coach!
Schade das es immer noch nicht gelungen ist, in jedem Verein einen Coach auszubilden. Ich in meinem Verein habe nämlich keinen und mich selber coachen kann ich nicht. Ich bin ja gespannt ob diese Datenbank eine Vereinfachung bringt oder ob das nicht wieder einer dieser vielen Bürokratie-Knüppel ist, welche uns Kursleitern vom SSV zwischen die Beine geschmissen werden.
Wie habt ihr es mit der Anmeldung und Abrechnung der Kurse? Findet ihr das einfach? Ich studiere jeweils Stunden wieder neue Reglemente bis ich wieder auf den neuen Stand bin und das Kackt mich wirklich an!
Gruss
Mathias Casty
14.1.2009 16:12
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
0
Rücktritte aus der Nationalmannschaft
Mich stimmt es nachdenklich, wenn ich diesen Dezember inner nicht mal zwei Wochen vom zweiten Rücktritt eines erfolgreichen Nationalmannschaftsmitgliedes höre. Zuerst tritt Christopf Schmied zurück, der seine Entscheidung unter anderem mit mangelnder Kommunikation und dem fehlendem Vertrauen in die Kompetenz der Verantwortlichen in der Abteilung Leistungssport begründet. Und Heute tritt Yvonne Graber zurück, die ihrerseits ihre Entscheidung mit der Rückstufung vom Olympiakader ins Übergangskader begründet und angibt, dass ihr in letzter Zeit die Motivation und die notwendige Zukunftsperspektive abhanden gekommen ist.
Was um Himmels Willen macht der SSV da! Ist das die angesprochene Verkleinerung der Kader! Gibt es jetzt noch mehr Trainer für immer noch weniger Schützen! Wir brauche bescheidenere Leute im Leistungssport die weniger bekommen (sorry verdienen, habe ich gemeint) damit mehr für die Athleten bleibt! Ich bin überzeugt das etwas wares daran ist, dass die Athleten füher wesentlich weniger tief für ihren Sport in die Tasche greifen mussten als heute!
Und was soll eigentlich der Sponsorenlauf der Athleten? Ich finde es bedenklich, dass wir unsere Spitzenathleten nicht anständige entschädigen können, und diese an einem SPONSORENLAUF teilnehmen lassen! Was soll das eigentlich! Ich will doch verdamt noch mal nicht von unseren Spitzensportlern angebettelt werden müssen!
Was denkt ihr darüber? Habt ihr die Beiträge auf www.fst-ssv.ch auch gelesen? Was meint ihr dazu?
Gruss
Mathias Casty
12.12.2008 23:03
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
0
Schützenforum online!
Hallo Schützenkameraden,

die Schützen haben nun ein eigenes Forum:

www.schuetzenforum.ch

Schaut doch mal rein, erzählt es weiter und haucht ihm Leben ein.

Gruss

Michel
6.10.2008 18:47
Michel Erard (boskop) männlich
2 AW: Hallo Zame
26.11.2008 07:04
Michael Reber (Skyray) männlich
Einstiegsalter
Hallo Nati-Fan-Sportschützen
Wie ihr beim Besuch meines Profils schnell feststellt, bin ich bei den Schützen im Nachwuchsbereich tätig. Letztes Jahr haben wir unser Ausbildungskonzept überdacht. Dabei stellte sich unter anderem die Frage, welches das beste Einstiegsalter in den Schiesssport für Kinder und Jugendliche ist. Konkret fragten wir uns, in welchem Alter wir die Junioren ansprechen sollten. Mich würde Wunder nehmen, was ihr dazu denkt!
Gruss
Mathias Casty

8.9.2008 19:56
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
6 AW: AW: AW: AW: Konzeptionelles Einstiegsalter
6.12.2008 12:03
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
Olympische Sommerschiele 2008 in Peking
Hallo Schiesssportfreunde

Obwohl unsere Nationalmannschaft in Peking bisher erfolglos gekämpft hat, ist etwas durch das Band auffallend! Schenkt man den Beiträgen aus Peking auf der SSV-Homepage Glauben, haben Christoph Schmid, Cornelia Frölich wie auch Sandra Kolly mit ihren Gedanken und Emotionen während dem Wettkampf zu kämpfen gehabt!
Schmids Gedanken schwirrten zum Beispiel im freien Ausgang um seine Platzierung und die schon geleistete harte Arbeit. Befürchtungen werden wichtig, den Wettkampf nicht zu verhauen wie es dann tatsächlich etwas nach der Hälfte des Wettkampfes geschieht! Ein Phänomen, dass wir Schützen doch kennen, oder? Weiter entschuldigt Fröhlich ihren Einbruch im Luftpistolenprogramm mit einer Konzentrationslücke und Kolly spricht von Emotionen, die ihren Körper durchschütteln. Für mich klingt beides nicht gerade professionell!
Aber auch die anderen Olympiakandidaten sagen ähnliches: Im Dreistellungsmatch verliert Annik Marguet nach gutem Start in einer einzigen Passe so viele Punkte, dass sie auf einen Schlag aus dem Rennen fällt und Irene Beyeler ist nicht in der Lage, ihre Aufholjagd durchzuziehen. Beides lässt darauf schliessen, dass die Athleten mental nicht bereit sind. Zwischendurch beweisen sie, wie stark sie sind, ihre Abstürze zeigen aber, dass sie nicht an sich und ihre Überlegenheit glauben.
Simon Beyelers Aussage nach dem Luftgewehrwettkampf stimmt mich echt nachdenklich: Er habe schlecht geschossen, die Konzentration gelte dem Liegendmatch! Hat er etwa, nicht als Luftgewehrspezialist geltend, schon mit einer Niederlage gerechnet? Aber auch 3x20-Spezialistin Annik Marguet sagt, dass es ihr im Luftgewehrwettkampf auch darum ging, die Olympiaathmosphäre zu spüren. Arrogant, wenn man bedenkt, wie viel die Reise der Schützennati nach Peking den Breitensportler in der Schweiz als Hauptsponsor kostet.
Ansermet betitelt die Erfolge an den letzten Weltcups als Schritt nach vorne, gesteht aber ein, dass die Nati nicht dort ist wo er sich das vorstellt. Die Leistungen in Peking betitelt er mit enttäuschend und nicht den Erwartungen entsprechend. Waren letztere wohl der Grund für die diesjährige Olympiamisere? Auf jeden Fall bleibt der Eindruck, dass unser Nationalkader mental über die Bücher muss. Vielleicht wäre es tatsächlich angebracht, in dieser Richtung etwas zu unternehmen, statt für jede Disziplin einen Nationaltrainer zu bezahlen.
Ich bin gespannt, was die letzten drei Wettkämpfe für unsere Spitzenschützen noch bringen und was im Leistungssport in Zukunft geschieht. Enttäuschend ist es auf jeden Fall, wenn SSV-Präsidentin Fuhrer nur die nötigen Vorbilder als Daseinsberechtigung für eine Schützennationalmannschaft ins Feld führt und unsere Nati am Schluss mit lehren Händen nach Hause kommt: Schiesssportreklame ist dies auf jeden Fall nicht!
14.8.2008 23:27
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
8 Selbstverschuldetes Elend
25.9.2008 12:15
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
Zuschauen beim Schiessen ist langweilig!
Unbegreiflich, dass unsere Spitzensportler in einer Art ignoriert werden, dass nur gerade ihre nächsten Verwandten ihren Wettkämpfen beiwohnen. An ihren Leistungen liegt es bestimmt nicht, dass auch ich als angefressener Sportschützen die Schützennationalmannschaft kaum kenne, schlicht deshalb, weil mich das Zuschauen beim Schiessen langweilt.

Warum sollte ich einem Schützen rund zwei ein halb Stunden lang zuschauen, wie er gerade mal den Zeigefinger bewegt? Viel mehr ist nämlich nicht zu beobachten, ausser dass man vielleicht an der Entwicklung des Gesamtresultates abzuschätzen versucht, wer wohl gewinnen könnte. Aber Entschuldigung: Das ist nicht interessant sondern höchstens anstrengend!

Schiessen ist heute kein Zuschauersport, weil die kleinen Nuancen die unseren Sport so spannend machen, für den Zuschauer nicht sichtbar sind und weil wir keine zuschauerattraktiven Wettkampfformen haben. Dabei macht uns der Dart-Sport vor, wie man attraktive Wettkämpfe durchführt: Zwei Athleten treten gegeneinander an, das erzielte Resultat wird sofort angezeigt und es wird nach Satzprinzip ähnlich einem Tennismatch gekämpft. Sogar für mich als Dartbanause sind diese Wettkämpfe spannend! Daher ist es unbegreiflich, dass man statt die Wettkampfspannung zu erhöhen lieber die Zehen verkleinert, um überhaupt noch eine Rangliste erstellen zu können. Aber ist dem Sport damit wirklich geholfen?

An Ideen fehlt es nicht. Dies zeigen die Biathlonklappscheibe, das Luftpistolenschiessen mit Zeitlimite der Fünfkämpfer und der neue Seriefeuerluftpistolenwettkampf. Wichtig wäre aber, solches auch an national bedeutenden Wettkämpfen umzusetzen. Warum schiessen wir die Schweizer Meisterschaft nicht rein nach Satzprinzip, bei dem durchgehend im Kräftemessen zwischen zwei Athleten entschieden wird, wer in die nächste Runde kommt? Warum werden nicht mehr Cupwettkämpfe durchgeführt?

Stattdessen beklagt man sich in Organisatorenkreisen über mangelnde Zuschauerzahlen und schiebt die Verantwortung den Vereinsschützen zu, die sich das langweilige Trauerspiel im Schiessstand nicht ansehen wollen. Nicht der Breitensportler sondern die Verbandsleitung muss über die Bücher! Wir müssen unseren Spitzenathleten neue Disziplinen gönnen, bei denen sich das Zuschauen lohnt!
12.8.2008 12:51
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich
3 Wieder mal etwas?!
7.12.2008 10:55
Mathias Casty (Mathias Casty) männlich

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